anstatt der exkursion ins niemandsland (eigentlich öskuhlið... aber kommt aufs gleiche raus) beizuwohnen und mit anderen menschen spaß zu haben hab ich mich mal wieder vom taxi ins landspítalinn chauffieren lassen. sollte vielleicht mal buch führen über meine taxi-krankentransporte - horrende kosten herst. jedenfalls hat man meinen fuß angeschaut und obwohl er meiner meinung nach nicht allzu viel appetitlicher aussieht erkennt mein arzt (ja so heimelig fühl ich mich schon) einen fortschritt und verschreibt mir noch dazu antibiotika. ich krieg einen noch dickeren verband sodass mein fuß in meiner grauen strumpfhose nur noch knapp von einem elefantenfuß zu unterscheiden ist . außerdem wurde meine stolz erzählte tat, dass ich gestern draußen war, und auf der laugavegur und kaffee trinken (was schon alleine wegen dem sozialen umfeld lebensnotwendig war für mich) nicht ganz so gewürdigt und ich hab mir krücken kaufen dürfen. verliehen werden die nicht (an mich). ich wurde wieder dazu verpflichtet mein bein im bett zu lassen, hochzulagern und mich so wenig wie möglich zu bewegen. gut dass mein bett einem schlachtfeld gleicht und ich nicht aufstehen muss wenn ich a) ukulele spielen will, liegt neben mir - b) ein foto machen will, 2 kameras neben mir - c) mir aus langeweile etwas anderes anziehen will, große auswahl neben mir - d) vielleicht etwas für die uni tun will (wahrscheinlichkeitsrechnung lag mir nie, aber dafür ist sie bestimmt nicht allzu hoch), es stapeln sich isländisch hausübungen und ein buch das mich schon vom umschlag her so anspricht dass der geeignete platz dafür bloß der mistkübel sein kann. ich mache größere fortschritte im die nanny-schauen, als im isländisch lernen. irgendetwas rennt da verkehrt. trotzdem ist auch der heutige tag kein ganz aussichtsloser und nach vieler vergeudeter nachmittagsstunden werde ich mich dann hinaus wagen, auf krücken, in den schnee, die straße hinunter und freunde besuchen, von denen aus man praktischerweise ganz gut nordlichter beobachten kann. und da mir der spaß bis jetzt nicht vergönnt war geh ich heute aufs ganze - auf krücken. beflügelt vom beschluss dieser tat esse ich vanille skyr und ärgere mich dass ich die gunst der stunde gestern nicht besser genutzt habe (einkaufen, um die ecke, und was kauf ich? milch, skyr, müsli. und womit soll ich bitte kochen? gut gemacht.)... also heißts die 500g skyr gut einteilen, auf krücken einkaufen gehen stell ich mir zwar für alle anderen lustig vor, aber nicht für mich.
nachsatz: natürlich, da gibts so heftige sonnenwinde wie seit 7 jahren nicht, will heißen die chance auf nordlichter ist extremstens hoch, und dann ists natürlich so wolkig in reykjavík, dass der himmel schneeweiß ist, sprich keine chance auf aurora. eigentlich aber schön. untern alles weiß, oben auch weiß.
Dienstag, 24. Januar 2012
Samstag, 21. Januar 2012
bittersweet
Ich sitz hier in meinem zimmer, das das reinste chaos ist und versuche meinen fuß hochzulagern. Bewegung tut weh, auch auf schmerztabletten ist das nicht so lustig. wie lange wirken die eigentlich? und wie viele davon darf man pro tag einwerfen? sollte mich schlau machen. aber da ich ja sowieso viel zeit habe steht dem nichts im wege. draußen ists so schön wie seit tagen nicht. strahlend blauer himmel über reykjavík, ein tag der förmlich danach schreit was zu machen, irgendwas, flohmarkt, spazieren gehen. zum meer runter, irgendwas, nur nicht drinnen sitzen und sich wundliegen. ok das ist vielleicht übertrieben. aber wer weiß vll kommts sogar so weit. ich ärger mich und bin wütend auf mich selbst und verfluche meinen schmerzenden (heilenden? bitte, hoffentlich!) fuß. und da ich nichts besseres zu tun habe lass ich euch halt alle mal ganz ungeniert an meinem vor-mich-hinvegetieren teilhaben. ich könnt mir natürlich auch an meiner schwedisch hü die finger wund schreiben, aber das macht nur halb so viel spaß als meinen grant auf meinen fuß öffentlich breit zu treten und zu hoffen mir gehts danach besser. wahrscheinlich nicht. aber sudern nach österreichischer manier hat mir schon immer gut getan. behaupte ich.
also es ist samstag. in reykjavik. da gibts einfach nichts aufregenderes als sich ins nachtleben zu schmeißen. mein einziger trost: chance auf aurora borealis ist heute nacht sehr hoch. also werd ich wohl sobald die finsternis eintritt mich mit der kamera vor mein(e) fenster verfrachten. traurig auf unten vorbeilaufende menschen in fortgehlaune hinabblicken und sehnsüchtig auf grünes flimmern am himmel warten. und wenns nicht passiert, dann bin ich angfressen und verbuch es als noch mehr vergeudete zeit. wobei das in anbetracht der lage eh wurcht ist. zeit-vergeuden, mein spezialgebiet.
und plötzlich hab ich soviel zeit zum nachdenken. die letzten 3 wochen (oh my god, es sind schon 3 wochen!) war man einfach immer on-the-run und es ist so viel passiert, so viel aurfregendes, so viele menschen, so viel spaß und jetzt sitz ich da und freu mich über jedes futzel dass mir jemand erzählt damit ich mich daran erfreuen kann und mir vorstellen kann ich wäre auch dabei gewesen. schon erbärmlich.
und dann muss ich daran denken dass ich erst in 5 tagen wieder im krankenhaus gecheckt werden (vom schönen herr doktor immerhin). und wer weiß ob eh alles so ist wies gehört? morgen muss ich verband wechseln was wahrscheinlich dann meinen tageshöhepunkt darstellen wird. eigentlich will ich aber jetzt schon wissen wie sich das übel entwickelt hat. nicht sehen zu können ob sich da was (positives) tut macht mich noch fertiger als sehen zu können wie grindig mein fuß von ferse bis knöchel aussieht.
ich sollt ja froh sein darüber - bin ich natürlich auch - aber von nachteil wär es bestimmt nicht wenn ich in meinem leben etwas mehr erfahrung mit derlei sachen hätte. fuß brechen und so zeug, alles übersprungen. was macht man als kind mit so viel zeit? und warum fällt es mir so schwer mich zu beschäftigen?
ich werd wohl einfach dort weitermachen wo ich gestern aufgehört habe. die nanny, staffel eins, folge 22....
also es ist samstag. in reykjavik. da gibts einfach nichts aufregenderes als sich ins nachtleben zu schmeißen. mein einziger trost: chance auf aurora borealis ist heute nacht sehr hoch. also werd ich wohl sobald die finsternis eintritt mich mit der kamera vor mein(e) fenster verfrachten. traurig auf unten vorbeilaufende menschen in fortgehlaune hinabblicken und sehnsüchtig auf grünes flimmern am himmel warten. und wenns nicht passiert, dann bin ich angfressen und verbuch es als noch mehr vergeudete zeit. wobei das in anbetracht der lage eh wurcht ist. zeit-vergeuden, mein spezialgebiet.
und plötzlich hab ich soviel zeit zum nachdenken. die letzten 3 wochen (oh my god, es sind schon 3 wochen!) war man einfach immer on-the-run und es ist so viel passiert, so viel aurfregendes, so viele menschen, so viel spaß und jetzt sitz ich da und freu mich über jedes futzel dass mir jemand erzählt damit ich mich daran erfreuen kann und mir vorstellen kann ich wäre auch dabei gewesen. schon erbärmlich.
und dann muss ich daran denken dass ich erst in 5 tagen wieder im krankenhaus gecheckt werden (vom schönen herr doktor immerhin). und wer weiß ob eh alles so ist wies gehört? morgen muss ich verband wechseln was wahrscheinlich dann meinen tageshöhepunkt darstellen wird. eigentlich will ich aber jetzt schon wissen wie sich das übel entwickelt hat. nicht sehen zu können ob sich da was (positives) tut macht mich noch fertiger als sehen zu können wie grindig mein fuß von ferse bis knöchel aussieht.
ich sollt ja froh sein darüber - bin ich natürlich auch - aber von nachteil wär es bestimmt nicht wenn ich in meinem leben etwas mehr erfahrung mit derlei sachen hätte. fuß brechen und so zeug, alles übersprungen. was macht man als kind mit so viel zeit? und warum fällt es mir so schwer mich zu beschäftigen?
ich werd wohl einfach dort weitermachen wo ich gestern aufgehört habe. die nanny, staffel eins, folge 22....
Freitag, 20. Januar 2012
b.n.
before noodle soup.
before noodle soup war alles wunderbar. before noodle soup waren wir tanzen. und diesmal war ein guter dj auf dieser erasmus-leute-party. unerwartet. wunderbar. before noodle soup gabs billiges bier und einen haufen toller leute. before noodle soup hatte ich viel zu lachen, es schwer mir namen zu merken und jede menge spaß.
after noodle soup. naja, irgendwo hört sich halt der spaß auf. immerhin hab ich jetzt viel zeit zu lesen und was für die uni zu tun. man wünscht sich doch nix lieber als das!
tack johanna för att du gillar min kamera så mycket! :)
before noodle soup war alles wunderbar. before noodle soup waren wir tanzen. und diesmal war ein guter dj auf dieser erasmus-leute-party. unerwartet. wunderbar. before noodle soup gabs billiges bier und einen haufen toller leute. before noodle soup hatte ich viel zu lachen, es schwer mir namen zu merken und jede menge spaß.
foto by johanna andersson
foto by johanna andersson
foto by johanna andersson
foto by johanna andersson
foto by johanna andersson
foto by johanna andersson
after noodle soup. naja, irgendwo hört sich halt der spaß auf. immerhin hab ich jetzt viel zeit zu lesen und was für die uni zu tun. man wünscht sich doch nix lieber als das!
tack johanna för att du gillar min kamera så mycket! :)
everydaylife
at barbara.
new snow!
street art by night, behind hemmi og valdi.
a really big tree. very rare here in reykjavík. I like that one.
the back of hallgrímskirkja.
ice. water. snow. no broken leg up to now.
kaffi!
Donnerstag, 12. Januar 2012
ganslessen
alltag in der reykjavíker innenstadt. menschen und gänse leben fröhlich neben-/miteinander.sogar autofahrer lassen die gänsehorde die straße passieren, es gelten fußgängerrechte. mahlzeit.

aufregendes von blizzard bis zum unistart
[ müdigkeit I.]
auf der uni wird mir bestimmt nicht fad dieses semester und meine schlafpausen in den vorlesungen kann ich mir ab sofort auch sparen: bei nur 5-7 leuten in meinen schwedisch kursen fällt man da gleich ungut auf. dafür hab ich jetzt schon das gefühl alles ist super lehrreich. ob mir das zur prüfungszeit dann auch noch daugen wird weiß ich zwar net...
ich wusste im vorhinein schon warum ich NICHT umbedingt auf diese erasmus-buddy-party gehen will und natürlich das einzig gute war das ungefähr billigste bier der stadt (also 290ISK statt normal 750ISK kann sich sehen lassen), aber meine eigentwillige haltung zu fortgehen+musik werde ich wohl nie los. immerhin hab ichs versucht, gescheitert, mein wohlfühl-gefühl im bakkus wiedergefunden und bin dabei nicht die einzige gewesen. schen.
tee schlürfend versuche ich nun herauszufinden wo ich eine (lebenswichtige) kopierkarte für die uni herkriege und freue mich auf erneutes nächtliches biertreiben.
Montag, 9. Januar 2012
Freitag, 6. Januar 2012
und eis wird zu wasser
da ist man des nächtens noch durch neuschnee/schneesturm zur afterparty spaziert um am nächsten tag beim einkaufen auf den gehsteigen über der eisschicht tiefe wasserlacken vorzufinden. wozu überhaupt das haus verlassen. warm ists plötzlich und grauslich nass. dann doch lieber zuhause in der küche mit einem supperl verwöhnen und mit J. versuchen den gestrigen abend zu rekonstruieren, und festzustellen dass wir gar nicht so schlecht sind in unseren isländisch-gehversuchen.
scheinen tuts so als würden an jeder ecke erasmus studenten lauern und namen merken geht gar nimmer, so fern man die namen überhaupt versteht. sprachverwirrung die hoffentlich bald abschwillt.
mit den anderen zum ikea fahren und nützliche sachen (in meinem fall ein gscheites häferl) zu kaufen hab ich glatt verschlafen, also weiterhin tee aus nicht-für-tee-geeigneten winzig-häferln. dafür sind die isländische krone und ich mittlerweile ganz gut befreundet und weggehen tut sie sowieso genauso schnell wie der euro.
kaffeekonsum ist dank der schwedischen bekanntschaften enorm gestiegen, fika-connection! (auch an dieser stelle hätt ich gern größere häferl im kuchlkastl)
bierkonsum ist hier ein teures hobby, wenn ein sechsertragerl vom vínbúðin um die zwölf euronen kostet. spaß machen tuts trotzdem, wenn man dann gemeinsam in der küche sitzt und innerlich leidet weil man grade so kostspieliges gold in sich schüttet.
scheinen tuts so als würden an jeder ecke erasmus studenten lauern und namen merken geht gar nimmer, so fern man die namen überhaupt versteht. sprachverwirrung die hoffentlich bald abschwillt.
mit den anderen zum ikea fahren und nützliche sachen (in meinem fall ein gscheites häferl) zu kaufen hab ich glatt verschlafen, also weiterhin tee aus nicht-für-tee-geeigneten winzig-häferln. dafür sind die isländische krone und ich mittlerweile ganz gut befreundet und weggehen tut sie sowieso genauso schnell wie der euro.
kaffeekonsum ist dank der schwedischen bekanntschaften enorm gestiegen, fika-connection! (auch an dieser stelle hätt ich gern größere häferl im kuchlkastl)
bierkonsum ist hier ein teures hobby, wenn ein sechsertragerl vom vínbúðin um die zwölf euronen kostet. spaß machen tuts trotzdem, wenn man dann gemeinsam in der küche sitzt und innerlich leidet weil man grade so kostspieliges gold in sich schüttet.
Mittwoch, 4. Januar 2012
schlitterspaß
angekommen in jederlei hinsicht. ein zimmer mit drei fenstern, die wenn es draußen nicht gerade dunkel ist mich schön mit blauem himmel verwöhnen und ich nebenbei auch jedesmal die hallgrímskirkja bestaunen kann. hauptsprache in meiner welt hier ist zur zeit schwedisch, mein isländisch ist wohl eher genauso gefroren wie der gehsteig vorm haus. eigentlich die gehsteige in (fast) der ganzen stadt. da ich am hügel wohne ist das ins stadtzentrum-gehen oder zur-uni-gehen ein freudiges schlittererlebnis, die zentimeterdicke eisschicht macht jeden schritt zu einem waren abenteuer. schneehaufen am straßenrand beglücken meine kindliche ader. man sinkt nichtmal wirklich ein beim erklimmen des berges, da sie schön festgefroren sind. aber auf manchen straßen erlebt man dann doch ein isländisches wunder - oder einfach ein baukonstruktionskunststück - wie auch immer... da sich unter den gehsteigen rohrleitungen befinden die dank heißem wasser das eis fernhalten. fascinating.
begeistert von meiner umgebung, dem 12 tónar record store, dem listasafn reykjavíks (reykjavik art museum), meinem neuen heim, den menschen (namen merken leicht gemacht for dummies, das wär was für mich), reykjavík bei nacht und obendrauf der freundlichkeit mit der man auf der uni empfangen wird.
noch eine woche ferien für mich, dann gehts auch mit dem studienalltag los. bis dahin freu ich mich dass ich heute endlich salz und pfeffer gekauft habe und mein essen nicht nach NICHTS schmeckt (hatten wird gestern schon), ich mich daran gewöhnt habe mich in der früh nicht im bett herumzudrehen (herausfallen hatten wir auch gestern schon, schuld dem kleinen bette) und ich brav in bröckelndem isländisch kaffee bestelle, einkaufen gehe und mein glück beim bier bestellen versuche in der hoffnung dass das irgendwann mal richtiger klingt. fotos aus dem winterlichen reykjavík, von freyjugata bis skúlugata und zurück.
[b/w fotos mit vivitar 67mm RED-No.25 (A) Filter geschossen]
begeistert von meiner umgebung, dem 12 tónar record store, dem listasafn reykjavíks (reykjavik art museum), meinem neuen heim, den menschen (namen merken leicht gemacht for dummies, das wär was für mich), reykjavík bei nacht und obendrauf der freundlichkeit mit der man auf der uni empfangen wird.
noch eine woche ferien für mich, dann gehts auch mit dem studienalltag los. bis dahin freu ich mich dass ich heute endlich salz und pfeffer gekauft habe und mein essen nicht nach NICHTS schmeckt (hatten wird gestern schon), ich mich daran gewöhnt habe mich in der früh nicht im bett herumzudrehen (herausfallen hatten wir auch gestern schon, schuld dem kleinen bette) und ich brav in bröckelndem isländisch kaffee bestelle, einkaufen gehe und mein glück beim bier bestellen versuche in der hoffnung dass das irgendwann mal richtiger klingt. fotos aus dem winterlichen reykjavík, von freyjugata bis skúlugata und zurück.
[b/w fotos mit vivitar 67mm RED-No.25 (A) Filter geschossen]
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zu guter letzt einer der besagten schneehügerl. freude.
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