Ich sitz hier in meinem zimmer, das das reinste chaos ist und versuche meinen fuß hochzulagern. Bewegung tut weh, auch auf schmerztabletten ist das nicht so lustig. wie lange wirken die eigentlich? und wie viele davon darf man pro tag einwerfen? sollte mich schlau machen. aber da ich ja sowieso viel zeit habe steht dem nichts im wege. draußen ists so schön wie seit tagen nicht. strahlend blauer himmel über reykjavík, ein tag der förmlich danach schreit was zu machen, irgendwas, flohmarkt, spazieren gehen. zum meer runter, irgendwas, nur nicht drinnen sitzen und sich wundliegen. ok das ist vielleicht übertrieben. aber wer weiß vll kommts sogar so weit. ich ärger mich und bin wütend auf mich selbst und verfluche meinen schmerzenden (heilenden? bitte, hoffentlich!) fuß. und da ich nichts besseres zu tun habe lass ich euch halt alle mal ganz ungeniert an meinem vor-mich-hinvegetieren teilhaben. ich könnt mir natürlich auch an meiner schwedisch hü die finger wund schreiben, aber das macht nur halb so viel spaß als meinen grant auf meinen fuß öffentlich breit zu treten und zu hoffen mir gehts danach besser. wahrscheinlich nicht. aber sudern nach österreichischer manier hat mir schon immer gut getan. behaupte ich.
also es ist samstag. in reykjavik. da gibts einfach nichts aufregenderes als sich ins nachtleben zu schmeißen. mein einziger trost: chance auf aurora borealis ist heute nacht sehr hoch. also werd ich wohl sobald die finsternis eintritt mich mit der kamera vor mein(e) fenster verfrachten. traurig auf unten vorbeilaufende menschen in fortgehlaune hinabblicken und sehnsüchtig auf grünes flimmern am himmel warten. und wenns nicht passiert, dann bin ich angfressen und verbuch es als noch mehr vergeudete zeit. wobei das in anbetracht der lage eh wurcht ist. zeit-vergeuden, mein spezialgebiet.
und plötzlich hab ich soviel zeit zum nachdenken. die letzten 3 wochen (oh my god, es sind schon 3 wochen!) war man einfach immer on-the-run und es ist so viel passiert, so viel aurfregendes, so viele menschen, so viel spaß und jetzt sitz ich da und freu mich über jedes futzel dass mir jemand erzählt damit ich mich daran erfreuen kann und mir vorstellen kann ich wäre auch dabei gewesen. schon erbärmlich.
und dann muss ich daran denken dass ich erst in 5 tagen wieder im krankenhaus gecheckt werden (vom schönen herr doktor immerhin). und wer weiß ob eh alles so ist wies gehört? morgen muss ich verband wechseln was wahrscheinlich dann meinen tageshöhepunkt darstellen wird. eigentlich will ich aber jetzt schon wissen wie sich das übel entwickelt hat. nicht sehen zu können ob sich da was (positives) tut macht mich noch fertiger als sehen zu können wie grindig mein fuß von ferse bis knöchel aussieht.
ich sollt ja froh sein darüber - bin ich natürlich auch - aber von nachteil wär es bestimmt nicht wenn ich in meinem leben etwas mehr erfahrung mit derlei sachen hätte. fuß brechen und so zeug, alles übersprungen. was macht man als kind mit so viel zeit? und warum fällt es mir so schwer mich zu beschäftigen?
ich werd wohl einfach dort weitermachen wo ich gestern aufgehört habe. die nanny, staffel eins, folge 22....
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